Richtig teilen: Was bei einer Grundstücksteilung zu beachten ist

Gründe für eine Grundteilung gibt es viele. Eltern wollen oft rechtzeitig den Nachlass regeln und das Grundstück unter den Nachkommen aufteilen. Nicht selten wird auch der Pflegeaufwand eines Großgrundstücks mit den Jahren zu groß und man will einen Teil verkaufen. Oder es besteht der Wunsch, einen Teil des Grundstücks in Bauland umzuwidmen.

Bei jeder Grundstücksteilung kommt es zu einer Grenzänderung. Für jede Grenzänderung ist die Errichtung einer Urkunde und die Eintragung in Kataster und Grundbuch unerlässlich. Zusätzlich werden rechtliche Verträge notwendig, die den Kauf, die Schenkung oder die Übergabe regeln. Die neue Grenzsituation muss außerdem in einem Teilungsplan dokumentiert werden, was im Liegenschaftsteilungsgesetz und im Vermessungsgesetz genau geregelt ist.

Der Teilungsplan wird in der Regel von einem Vermessungsbefugten verfasst, dem folgende Aufgaben zukommen:

  • Die Dokumentation und Gegenüberstellung aller Ab- und Zuschreibungen der betroffenen Teilflächen des geteilten Grundstücks
  • Die Ermittlung der neuen Grundstücksflächen
  • Die Vorbereitung der Einverleibung in den Grenzkataster

Bevor das neu aufgeteilte Grundstück ins Grundbuch eingetragen werden kann, bedarf es der Bescheinigung durch das Vermessungsamt. Dabei werden die neuen Grundstücksnummern sowie die Bewilligung der Gemeinde oder der Bezirkshauptmannschaft festgehalten. Die Grenzänderung kann nämlich erst dann wirksam werden, wenn der Teilungsplan gemeinsam mit dem Vertrag und allen Bewilligungen und Bescheinigungen dem Grundbuchamt überreicht und ins Grundbuch eingetragen wird.